Als vor 50 Jahren 100 Familien der im Wachsen begriffenen Carolusgemeinde in der Schwarzwaldstr. 90a im damals entstehenden Freiburger Stadtteil Waldsee einen Kirchbau wünschten war vieles ähnlich wie heute:
- Eine Idee war vorhanden und es gab Menschen, die sie verwirklichen wollten. Gemeinde und Pfarrer sahen die Notwendigkeit eines Kirchenneubaus, damit die Gemeinde ein inneres Zentrum habe.
- Geld war knapp: es war Nachkriegszeit und andere Gemeinden drängten ebenfalls zum Bau bzw. Wiederaufbau von Kirchen; um jede Mark musste gekämpft bzw. gebettelt werden.
- Die sich schon zu jener Zeit in der Kapelle von St. Carolus versammelnde Gemeinde war bereit, einiges an ideeller und finanzieller Kraft aufzubringen, um ihre Kirche bauen zu können.
Als Kirche für die Pfarrkuratie St. Carolus, die damals noch zur Pfarrgemeinde Maria-Hilf gehörte, wurde die Dreifaltigkeitskirche in den Jahren 1952 geplant und 1953 in der Hansjakobstraße 88 unter Pfarrer Eugen Walter und dem Architekten Gregor Schröder gebaut. Die Kirche wurde ausgestaltet mit einem Chorwandfresko von Rudolf Kaufhold, bestückt mit dem liturgischen Inventar von Karl Rissler, der großen Fensterrosette von Albert Birkle und dem Bronze-Portal, gestaltet von Alfred Erhart.
Schließlich wurde die Dreifaltigkeitskirche am 18. Oktober 1953 durch Weihbischof Dr. Eugen Seiterich geweiht. Erst mit Wirkung vom 1. Oktober 1961 wurde die bis dahin zur Pfarrei Maria Hilf gehörende Pfarrkuratie von Erzbischof Hermann Schäufele zur selbständigen Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit ernannt und die geweihte bisherige Kuratiekirche zur Pfarrkirche erhoben.
Die Gemeindepastoral war, auch vom Kirchbau her, wohldurchdacht und wurde vom ersten Pfarrer Eugen Walter im Sinne des Gemeindeaufbaus den Gemeindemitgliedern in Predigten und durch das Kommunikationsorgan „Mitteilungen“ immer wieder nahe gebracht.
Später, Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre, haben Kirche und angebaute Kapelle eine Umwandlung erfahren, um die Öffnung und die Veränderungen, die das II. Vatikanische Konzil für die Kirche allgemein und die Gemeinde im Einzelnen mit sich brachten, baulich zu gestalten und damit im Gemeindeleben sichtbar und wirksam werden zu lassen.
Schon weit vor der Kirchweihe 1953, als Alois Eckert im Haus St. Carolus, dem inzwischen 75 Jahre alt gewordenen Kindergarten, Seelsorger war und wo die Altargemeinde ihren Ursprung nahm, wuchsen die Wurzeln für ein bis heute lebendiges Gemeindeleben, das alle Generationen einschließt, das im Bewusstsein der Berufung jeder und jedes einzelnen von vielen Menschen getragen wird und das immer wieder die Öffnung nach außen, aber auch die Zentrierung in Ruhe auf die geistige Mitte hin sucht.
Von den Quellen und den Wurzeln, vom tragenden Boden und dem, was darauf gewachsen ist, erzählt eine Festschrift, die zu diesem Jubiläum erschienen ist.
Marie-Luise Krabbe
P.S.: Wollen Sie sich – online – im Kirchenraum umschauen, etwas über unsere Gemeinde und ihre Vorstellungen erfahren, können Sie sich gerne das aktuelle Faltblatt ansehen. Link zum Downloaden unten.





